August 2010

01.08.10

Wir verlassen den Ort Gran Tarajal und wollen in den Süden von Fuerteventura,nach Morro Jable. Das ist eine Strecke von ca. 20 Meilen, die wir gut in ca 5 Stunden bewältigen können. Angesagt war eine Windstärke von 5-6 aus NO, gegen Mittag abwächend auf 4-5. OK, guter Wind für die Mon Amour! _Zunächst einmal hatten wir aber gar keinen Wind, dann briste es auf 5 Beauf. auf und die Mon Amour jagte mit 7 Knoten und allen Segeln über die Wellen. In weiter Ferne sah ich, wie sich das Wasser zu veränderte (viele sogen. Katzenköpfe) und meinte so nebenbei, ob es wohl besser wäre, etwas Tuch einzufahren, aber Wolfgang gefiel die schöne Fahrt so gut.

So gut, so schön, bis wir plötzlich auch mal die bekannte Düse zu spüren bekamen. Von jetzt auf gleich fegte der Wind mit 8 Beauf. über uns und die Mon Amour bekam plötzlich eine wahnsinnige Schräglage, das ich schon dachte, ok, das war eine schöne Zeit…… Aber das Schiff hat das natürlich mit pravur gemeistert (der Skipper natürlich auch) und es wurden ganz schnell die Segel kleiner gemacht. Eigentlich wollten wir in den Hafen von Morro Jable, aber vor dem Hafen ist eine wunderschöne Stelle zum ankern, sodass wir erst gar nicht reingefahren sind. Hier ist schon so ein karibisches Flair – von den Farben des Wassers- und so sauber, dass wir sofort erst mal ein frisches Bad genommen haben.

Hier bleiben wir noch ein paar Tage

02.08.10

Die Nacht war sehr stürmisch. Die Fallböen jagen die Berge runter und haben Wolfgang eine unruhige Nacht beschert und die Mon Amour schauckelt ganz schön. Nach dem Frühstück geht Gaby erst mal an Entdeckertour. Wolfgang fährt mich mit dem Dingi an den Strand. Beim aussteigen muss ich mein Kleid fast bis unter das Kinn ziehen damit es nicht nass wird, denn das Schlauchboot darf nicht aufsetzen!!!!!!! Der Ort Morro Jable ist klein und hübsch und so ganz anders als Gran Tarajal. Mittags besuchten uns noch mal Nadine und Lars aus Bünde. Lars kam schwimmend zu uns an Bord.

Nachmittags sind wir bei unserem Nachbarn, ein französich sprechender Schweizer, Vincent eingeladen. Wir haben ihn in Gran Tarajal bereits kennengelernt und es macht Spass, mit ihm englisch zu sprechen. Abends haben wir ihn zu uns zum essen eingeladen und zum ersten Mal haben wir einen ganzen Abend eine englische Unterhaltung gehabt. (Ansonsten haben wir es immer nur mit kurzen Unterhaltungen zu tun gehabt) Wir lernen…….

03.08.10

Da Wolfgang ja auch mal mit an Land möchte, wird der Motor an das Schlauchboot geschraubt und wir machen uns auf in den Hafen. ½ Stunde dauert die Fahrt bis dort und wir finden einen geeigneten Platz zum „anlanden“. Wir schauen uns den ganzen Ort genauer an und sind einfach nur begeistert. Es sind zwar viele Touristen hier, aber der Ortskern ist einheimisch geblieben und sehr schön und wir sind froh, ausserhalb des Hafens zu liegen, denn hier ist sehr viel los. Die Tauch-und Ausflugsboote und Jet-Ski-Fahrer sind hier in Massen und dementsprechend ist es sehr unruhig. In der Bucht ist es viel schöner…..

04.08.10

Eigentlich wollten wir heute ja weiter, aber es ist zu schön hier. Wir gehen jeden Tag schwimmen und schnorcheln, und ….. wir haben ja Zeit!!!! Und ausserdem soll es lt. Wetterbericht in den nächsten sehr viel Wind geben, warum also los????

08.08.10

Heute verlassen wir – etwas wehmütig – unseren schönen Platz, um nach Las Palmas de Gran Canaria zu gehen. Der Wetterbericht sagt nur 13 kn = Windstärke 4 an, ok, das soll genügen für die ca. 60 sm, die vor uns liegen.

Wir wollten um 7.00h morgens losgehen, da sahen wir unseren Nachbarn bereits mit seinem Schiff um uns kreisen – ihm ist in der Nacht die Ankerkette gerissen!!  Er wollte keine Hilfe von uns und so sind wir gleich losgegangen. Wie immer, war zuerst alles ganz schön, doch dann briste der Wind mal wieder bis Windstärke 6-7 auf und später sogar wieder in Boen bis 8 . Wir mussten hoch am Wind fahren und die Welle kam mal wieder nur sch………, d.h. runter in den Salon gehen…. iss nich……alle Schotten dicht und schön brav in der Ecke sitzen…. Irgendwann kam ich mir vor wie auf einem Ritt auf einem Pferd und prompt rutschte ich ganz langsam dem Cockpit-boden entgegen. Warum kann denn der Wetterbericht nicht einmal das richtige vorhersagen????? Oder sollten wir einfach losgehen, wenn v i e l  Wind angesagt ist???? Auf jeden Fall waren wir abends um 18.00 h in Las Palmas und machten erst einmal an der Rezeption fest.  Horst ist bereits früher hier angekommen und winkte uns an der Hafeneinfahrt bereits zu. Unsere Bekannten von der RAIN sind bereits gestern hier angekommen und natürlich sind wir gleich zu ihnen gegangen. Im Oktober letzten Jahres haben wir uns zuletzt auf Lanzarote gesehen und wir haben uns riesig gefreut, sie wiederzusehen.

09.08.10

Um 9.00 h macht das Hafenbüro auf und wir bekommen einen Liegeplatz zugewiesen an Steg S. Hier sind keine Fingerstege, es wird mit Mooringleinen festgemacht. Für uns das erste Mal, aber es hat gut geklappt. Gleich am Steg wurden wir von Philipp und Diana begrüsst, die beiden haben wir auch letztes Jahr in Arrecife kennengelernt. Und kaum haben wir uns weiter auf dem Steg umgesehen, entdeckten wir noch einen Bekannten. Mann, wie klein ist doch die Welt……..   Wir wollten gerne so bis Ende Oktober in dieser Marina bleiben, aber leider ist der Hafen für Gäste nur bis Ende September geöffnet, ab dann ist alles reserviert für die ARC ( von hier starten im November so ca. 200 Schiffe gemeinsam in die Karibik). Jetzt heisst es, Pläne schmieden für die nächste Zeit, d.h. wir müssen einen sicheren Hafen finden, das hier auf Gran Canaria gar nicht in dieser Zeit zu einfach ist!!!

10.8.10

Kalle und Sybille haben sich für heute ein Auto gemietet, um ebenfalls Ausschau nach einem Hafenplatz zu halten. Sie waren so nett, uns mitzunehmen und so sind wir in den Süden nach Puerto Mogan und nach Puerte Rico gefahren, um uns die Häfen anzusehen, da telefonisch keine Reservierungen vorgenommen werden. Im Moment sind die Häfen voll, aber in den nächsten Tagen bekommen wir Bescheid.

Puerto Mogan

Am Hafen Puerto Mogan, hier es es zwar schön, aber wir bekommen leider keinen Liegeplatz für längere Zeit!

12.08.10

Erkundungstour…. Zu Fuss geht es erst einmal am Wasser entlang, nur leider ist auf der anderen Seite eine 4 – spurige, sehr befahrene Hauptverkehrsstrasse. Irgendwie können wir uns noch immer nicht an die vielen Autos und Hochhäuser hier gewöhnen. Nachts ist es zwar sehr ruhig hier, aber tagsüber ………  Na, ja, dafür sind die Liegegebühren ja auch sehr günstig.

14.08.10

Reparaturen an unserem Heisswasserboiler. Er leckt seit einiger Zeit ein bisschen. Nach der “Operation” sieht der “Patient” gut aus und wir hoffen, dass er gesundet.

15.08.10

Fräskopftauchen……. Sybille von der RAIN hat gestern einen Fräskopf versenkt und Wolfgang ist bepackt mit seinen Tauchklamotten ihnen zur Hilfe geeilt. Nur leider ist es “unten” zu diesig und Wolfgang konnte das Ding einfach nicht finden….

19.8.10

Der erste Tag hier ohne viel Bewölkung, blauer Himmel…  Es ist hier im Norden der Insel eigentlich immer bedeckt, aber warm!

20.08.10

Unser “Patient” Heisswasserboiler kränkelt immer noch, Operation leider nicht gelungen…… :-(    ok, muss halt ein neuer Boiler her, nur leider ist das alles nicht so einfach hier. Die passende Grösse gibt es in den vielen Bootszubehörläden nicht. Na ja, warten wir halt, bis wir im nächsten Hafen sind.